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 Betreff des Beitrags: Fokuskorrektur bei Rotfilter notwendig?
BeitragVerfasst: 20.04.2006, 13:54 
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Registriert: 19.04.2006, 21:05
Beiträge: 199
Hallo!

Meine erste Frage hier im Forum:

Ist bei meinem (Hell-)Rot Filter (5x) von B+W eine Fokuskorrektur notwendig. Die Aufnahmen schienen damit nicht optimal scharf. (Auf meinen Objektiven ist auch so eine Markierungen für IR-Licht, falls man einen IR-Filter benutzt).

mfg
Jonas

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N°109 aus dem Münsterland


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 13:54 
Nein da ist nichts notwendig.


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 14:16 
Allerdings musst du natürlich auf deine Belichtungszeit achten - nicht das die ungenügende Schärfe in einem Verwackeln zu suchen ist, bzw. durch eine sehr weit geöffnete Blende das Objektiv nicht seine volle optische Leistung erbringen kann.

Heliopan gibt übrigens etwas andere Vorgaben für ihren hellroten Filter:

Der Verlängerungsfaktor beträgt ca. 8x. Bei TTL-Messung Belichtungskorrektur +1 einstellen! (Außer bei Technical Pan!)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fokuskorrektur bei Rotfilter notwendig?
BeitragVerfasst: 16.06.2006, 04:39 
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Registriert: 07.04.2006, 06:30
Beiträge: 709
Wohnort: Hann.Münden
Jonas hat geschrieben:
Hallo!

Meine erste Frage hier im Forum:

Ist bei meinem (Hell-)Rot Filter (5x) von B+W eine Fokuskorrektur notwendig. Die Aufnahmen schienen damit nicht optimal scharf. (Auf meinen Objektiven ist auch so eine Markierungen für IR-Licht, falls man einen IR-Filter benutzt).

mfg
Jonas


Zunächst mal ist rotes Licht ohnehin nicht komplett scharf abbildbar. Und zweitens birgt jedes Filter die Gefahr von Störung der Optik in sich. Die Störungen sind umso größer, je länger die Brennweite ist.

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Gruß,
Erich A. Kremer
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Ich spreche immer nur für mich selbst und betone das selten noch mal extra, weil es für mich selbstverständlich ist, daß jeder so machen kann wie er mag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fokuskorrektur bei Rotfilter notwendig?
BeitragVerfasst: 17.06.2006, 12:18 
EAK-Fotografie hat geschrieben:
Jonas hat geschrieben:
Hallo!

Meine erste Frage hier im Forum:

Ist bei meinem (Hell-)Rot Filter (5x) von B+W eine Fokuskorrektur notwendig. Die Aufnahmen schienen damit nicht optimal scharf. (Auf meinen Objektiven ist auch so eine Markierungen für IR-Licht, falls man einen IR-Filter benutzt).

mfg
Jonas


Zunächst mal ist rotes Licht ohnehin nicht komplett scharf abbildbar. Und zweitens birgt jedes Filter die Gefahr von Störung der Optik in sich. Die Störungen sind umso größer, je länger die Brennweite ist.


Warum ?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.06.2006, 20:02 

Registriert: 29.05.2006, 22:00
Beiträge: 181
Wohnort: Maisach OT Frauenberg
Hallo!

Rot bezeichnet man bei den Objektiven auch als sekundäres Spektrum, das man besonders bei langbrennweitigen Objektiven nur relativ schwer durch den Einsatz von Spezialgläsern korrigieren kann. Gut sind Fluorphosphat-Sondergläser wie ED bei Nikon, L bei Canon etc. Am besten ist Calciumfluorid, aber das setzt kaum einer noch ein. Jenachdem, welches Objektiv Du verwendest kann eine leichte Fokuskorrektur bei MF tatsächlich sinnvoll sein. Bei AF nicht, da der AF-Sensor die Fokuslagenverschiebung berücksichtigt.

Die Qualität eines Filters kann die optische Leistung verschieben, liegt am Glas selbst und an seiner Fassung. Bei B+W sind die Gläser üblicherweise sehr gut planparallel geschliffen, aber fest eingeschraubt, was schon mal zu Verspannungen führen kann. Besser sind hier schwebende Gläser in Federfassung wie bei Hoya und Nikon.

Die Empfindlichkeit eines Objektives hängt übrigens nicht nur von der Brennweite sondern von der Eintrittspupille, also der Brennweite mal die Lichtstärke, ab.

Ein 100er mit Lichtstärke 1:2 hat: 100mm x 1/2 = 50mm Eintrittspupille.
Ein 200er mit Lichtstärke 1:4 hat: 200mm x 1/4 = 50mm Eintrittspupille.
Ein 200er mit Lichtstärke 1:2 hat: 200mm x 1/2 = 100mm Eintrittspupille.

Also sind das 100er und das 1:4 200er etwa gleich empfindlich. Das 1:2 200mm ist dagegen deutlich anspruchvoller, was die Filtergüte angeht.

Mit welchen Objektiven hast Du denn Probleme gehabt?


Übrigens zur Belichtungsmessung: Entgegen den Herstellerangaben sollte man bereits bei einem Orange oder Hellrotfilter die Belichtungsmesser der Kamera auf +0,5 stellen, da die Silizium-Sensoren der TTL-Messung der Kamera in der Regel höher rotempfindlich sind als der Film und deshalb zu einer Unterbelichtung führen. Bei einem Rot 25 Filter sollte man +1,0 Korrektur einstellen.

Schönen Gruß

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BeitragVerfasst: 17.06.2006, 23:31 
Filter können vor das Objektiv oder aber in den Strahlengang zwischen Objektiv und Film positioniert werden. Beide Systeme sind bekannt.

Daraus resultiert des öfteren eine Fokusverschiebung. Im ersten Fall, also durch das Aufsetzen des Filters auf die Frontlinse des Objektives, erfolgt diese auf Grund der Wellenlängenabhängigkeit der Lichtbrechung im Objektiv (chromatische Aberration) und nicht durch das Filter. Ein Filter läßt nur Licht eines bestimmten Wellenlängenbereiches hindurch; das Objektiv sollte dann auf den Brennpunkt für diesen Spektralbereich gestellt werden. Ein Rotfilter hat eine Verlängerung, ein Blaufilter eine Verkürzung der Brennweite zur Folge.
Testaufnahmen mit einem Objektiv, dessen Fokus auf min. 5000 x mm Brennwite einen Lichtpunkt anvisiert, aufgeklebtes Millimeterpapier, Protokoll - fertig.

Für Fall 2 gibt es Berechnungsformeln.

Aus meiner Praxis kann ich aber sagen, ich habe es nie benötigt. Kann aber an dem Öffnungsverhältnis gelegen haben.


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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 09:55 

Registriert: 29.05.2006, 22:00
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leicam62003 hat geschrieben:
Daraus resultiert des öfteren eine Fokusverschiebung. Im ersten Fall, also durch das Aufsetzen des Filters auf die Frontlinse des Objektives, erfolgt diese auf Grund der Wellenlängenabhängigkeit der Lichtbrechung im Objektiv (chromatische Aberration) und nicht durch das Filter.


Das stimmt nicht, denn auch ein farbneutrales UV-Filter verursacht eine Verschiebung der Fokuslage, wenn man es vorne drauf setzt. Kann man bei lichtstarken Teles - siehe große Eintrittspupille - oft gut im Sucher sehen und es hängt von der Dicke des Filterglases und seinem Brechungsindex ab.

leicam62003 hat geschrieben:
Ein Rotfilter hat eine Verlängerung, ein Blaufilter eine Verkürzung der Brennweite zur Folge.


Das gilte für eine einfache Linse und die meisten Objektive. Bei komplexen Objektive kann sich der Effekt verschwinden oder sich umdrehen, je nachdem ob der Farblängsfehler durch entsprechende Korrektur überkorrigiert oder invertiert wurde. Bester Anhaltspunkt: hat ein (hochwertiges) Festbrennweitenobjektiv keine IR-Korrekturmarke, so ist das sekundäre Spektrum korrigiert und man bekommt keine Fokusverschiebung im Roten oder sogar Infraroten.

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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 10:18 
mmhhh,
liegt mehr an der dann zusätzlichen Glas-Luftfläche, die dann in den Strahlengang eingebracht wird. Verkittete Glaskörper weisen diesen Fehler nicht auf, wenn es ein Dubblet ist. Ansonsten müßte die Fachliteratur neu geschrieben oder von mir besser verstanden werden.


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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 10:41 

Registriert: 29.05.2006, 22:00
Beiträge: 181
Wohnort: Maisach OT Frauenberg
Neh,

liegt an der linearen Verschiebung der Mittelachsen schräger optischer Strahlenbüschel, wenn sie vom dünnen Medium Luft ins dichte Medium Glas und wieder ins dünne Medium Luft kommen.

Aber jetzt brächten wir papier und Bleistuft und kommen ins de.rec-Niveau das möglicherweise anstrengend wird :D

Getreu meinem Motto, "seeing is believing": Nimm mal ein 2.8 180 oder ähnlich, fokussier auf den Horizont, setz ein Filter drauf und schau den Versatz im Schnittbildindikator an. ISt klein aber sichtbar, wobei es auch auf den Filter ankommt. Bei den dickeren Gläsern von B&W und Heliopan sehe ich es bei Nikon und Canon wirds eng. Ich habe allerdings ein 2 135 genommen.

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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 11:59 
Kurt Freres hat geschrieben:
Neh,

liegt an der linearen Verschiebung der Mittelachsen schräger optischer Strahlenbüschel, wenn sie vom dünnen Medium Luft ins dichte Medium Glas und wieder ins dünne Medium Luft kommen.

Aber jetzt brächten wir papier und Bleistuft und kommen ins de.rec-Niveau das möglicherweise anstrengend wird :D

Getreu meinem Motto, "seeing is believing": Nimm mal ein 2.8 180 oder ähnlich, fokussier auf den Horizont, setz ein Filter drauf und schau den Versatz im Schnittbildindikator an. ISt klein aber sichtbar, wobei es auch auf den Filter ankommt. Bei den dickeren Gläsern von B&W und Heliopan sehe ich es bei Nikon und Canon wirds eng. Ich habe allerdings ein 2 135 genommen.


lies noch mal meine Antwort. = Deiner Erklärung!

Papier und Bleistift brauch nicht, habe selber Optiken in meiner Astrozeit hergestellt, Kompensationsfassungen repariert bzw. optimiert, Prüfokulare konstruiert und vertrieben, Sucherfernrohre gebaut, APO-Justagen vorgenommen, Filterfassungen gedreht etc. ......

Hast aber Recht, an dieser Stelle evtl nicht zu klären.

Aber schön, dass es noch Leute gibt, die über den normalen optischen Allgemeinwissen hier im Forum vertreten sind :wink:

Und ich lerne auch immer gerne dazu - egal von wem :lol:


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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 12:26 

Registriert: 29.05.2006, 22:00
Beiträge: 181
Wohnort: Maisach OT Frauenberg
leicam62003 hat geschrieben:
lies noch mal meine Antwort. = Deiner Erklärung!


Na da habe ich wohl mal wieder schneller geschrieben als gelesen - kommt fast nie vor :oops:

leicam62003 hat geschrieben:
Aber schön, dass es noch Leute gibt, die über den normalen optischen Allgemeinwissen hier im Forum vertreten sind :wink:
Und ich lerne auch immer gerne dazu - egal von wem :lol:


Dito :lol:

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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 21:00 
Kurt Freres hat geschrieben:
leicam62003 hat geschrieben:
lies noch mal meine Antwort. = Deiner Erklärung!


Na da habe ich wohl mal wieder schneller geschrieben als gelesen - kommt fast nie vor :oops:

leicam62003 hat geschrieben:
Aber schön, dass es noch Leute gibt, die über den normalen optischen Allgemeinwissen hier im Forum vertreten sind :wink:
Und ich lerne auch immer gerne dazu - egal von wem :lol:


Dito :lol:


Jetzt sind wir echte analogfreunde :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fokuskorrektur bei Rotfilter notwendig?
BeitragVerfasst: 18.07.2006, 07:30 
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Registriert: 04.04.2006, 11:38
Beiträge: 106
Wohnort: Leipzig
Jonas hat geschrieben:
Hallo!

Meine erste Frage hier im Forum:

Ist bei meinem (Hell-)Rot Filter (5x) von B+W eine Fokuskorrektur notwendig. Die Aufnahmen schienen damit nicht optimal scharf. (Auf meinen Objektiven ist auch so eine Markierungen für IR-Licht, falls man einen IR-Filter benutzt).

mfg
Jonas


IR sieht man nicht, deshalb die Korrektur. Rot erfordert auch ein, aber in der Spiegelreflex sieht man es ja. Und: Das tritt ohnehin nur bei offener Blende und langer Brennweite auf, ansonsten schluckts die Tiefenschärfe. Ich schätze, daß ein strenges Rotfilter so 0,5% Brennweitenverlängerung ergibt.

Ursachen für Unschärfe gibt es viele. Bei einem starken Filter ist man schnell bei recht langen Belichtungszeiten. Nicht jeder hat eine ruhige Hand und manche Kamera hat zickige Zeiten, wo die Erschütterungen durch den Spiegel sich stark auswirken.

_________________
Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe


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BeitragVerfasst: 19.04.2008, 16:22 

Registriert: 09.04.2008, 16:44
Beiträge: 17
hallo. ich würde gern einmal wissen ob es auch bei einem mittleren gelbfilter probleme mit der ttl messung geben kann, oder ich darauf vertrauen kann was die sagt. gruß, just_slowly


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